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Der Führerschein der Klasse A erlaubt dem Inhaber, ein Motorrad im Straßenverkehr zu führen. Jedoch gibt es beim Motorradführerschein bestimmte Einschränkungen, die sich nach dem Alter des Fahrschülers richten. Hier kommen Informationen zur Ausbildung, Kosten und Neureglungen des Motorradführerscheins.

Führerschein Klasse A: Mit 18 oder mit 25 Jahren?

Einen Führerschein für ein Motorrad können Sie bereits ab 18 Jahren machen. Dieser ist jedoch zunächst dahingehend eingeschränkt, dass das Zweirad keine höhere Nennleistung als 25 Kilowattstunden (kW) haben darf. Erst nach zwei Jahren wird die Leistungseinschränkung aufgehoben, so der ADAC. Wer den Führerschein Klasse A hingegen erst im Alter von mindestens 25 Jahren in Angriff nimmt, kann die zweijährige Einschränkung umgehen. Voraussetzung ist, dass er Ausbildung und Prüfung auf einem Motorrad absolviert, das eine Mindestleistung von 44 kW aufweist.

Vor dem 18. Lebensjahr dürfen Sie lediglich ein sogenanntes Leichtkraftrad führen. Hierfür benötigen Sie den Führerschein Klasse A1. Der Hubraum der Maschine ist auf 125 Kubikzentimeter und die Motorleistung auf 11 Kilowatt eingeschränkt. Bis zur Volljährigkeit beträgt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zudem Tempo 80.

Praxis und Theorie für den Führerschein Klasse A

Genau wie auch bei der Prüfung für ein Auto, müssen Sie als Motorrad-Fahrschüler Fahrstunden nehmen und sowohl eine theoretische als auch eine praktische Prüfung ablegen. Die Anzahl der Theoriestunden richtet sich danach, ob und wie viele Vorkenntnisse Sie mitbringen – zum Beispiel bei Vorbesitz des Autoführerscheins. Jedoch sind es immer mindestens zwölf Doppelstunden à 90 Minuten. Die theoretische Prüfung gestaltet sich aus 30 Fragen, die insgesamt 110 Punkte ergeben – bei mehr als zehn Fehlerpunkten gilt die Prüfung als nicht bestanden.

In den Übungsfahrten und bei der praktischen Prüfung fahren Sie dem Fahrlehrer vorweg, der hinter ihm in einem Auto sitzt und Ihre Fahrt kontrolliert. Der Helm des Schülers ist in der Regel mit einem Funksystem ausgestattet, der den Sprechkontakt zwischen Fahrlehrer und -schüler ermöglicht. Die Prüfungen verlaufen nach dem gleichen Muster wie die Führerscheinprüfungen mit dem Auto

Neuregelungen seit 2013

Um die Führerscheinklassen in der EU zu harmonisieren, gibt es seit 2013 einige Neuregelungen, die auch den Führerschein Klasse A betreffen, aber vor allem für junge Motorradfahrer von Bedeutung sind:

  • Das Mindestalter für den direkten Erwerb des Führerscheins Klasse A wurde auf 24 Jahre gesenkt.
  • Außerdem fällt die Einschränkung der bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit (bbH) auf Tempo 80 in der Klasse A1 für unter Achtzehnjährige weg.
  • Hinzu kommt hingegen eine Einschränkung des Verhältnisses von Motorleistung und Gewicht des Leichtkraftrades. Dieses wird auf 0,1 kW je Kilogramm Gewicht (kW/kg) festgelegt.

Neu eingeführt wurde außerdem der Führerschein Klasse A2 für Krafträder mit einer maximalen Motorleistung von 35 kW und einem Verhältnis von Leistung und Gewicht von 0,2 kW/kg. Motorradfahrer ab 18 Jahren dürfen damit leistungsstärkere Maschinen fahren. Aus 25 kW wurden nun 35 kW. Um von der einen Führerscheinklasse in die nächsthöhere aufzusteigen, ist mittlerweile nur noch eine praktische und keine theoretische Prüfung mehr nötig. Ziel dieser Neureglung ist es, junge Motorradfahrer dazu zu bewegen, zunächst auf schwächer motorisierten Zweirädern Erfahrungen zu sammeln.

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